Eine aussterbende Art

Mülheim, 26.11.2009, Sarah Buse
. . . sind leidenschaftliche Geflügelzüchter wie Dieter Bergenthun: Er ist seit 60 Jahren dabei. Vereinen fehlt der Nachwuchs.
„Als 13-Jähriger habe ich Schrott verkauft, um meinen Tieren Futter zu kaufen”. Seit 60 Jahren ist Dieter Bergenthun (73) leidenschaftlicher Geflügelzüchter. Anlässlich der jährlichen Stadtverbandsrassegeflügelschau am Freitag und Samstag, 28. und 29. November, im Vereinsheim des SV Raadt, blickt er auf ein Leben an der Seite seiner Lieblingstiere zurück.

Teurer Spaß
Zu seinem ersten Vereinsbeitritt 1949 bekommt Dieter Bergenthun als junger Bursche ein paar Eier geschenkt. In einem selbst gebauten Brutkasten brütet er die Eier aus und zieht die Küken groß. Dies liegt nun 60 Jahre zurück. Nach vielen Umzügen brachte ihn die Liebe nach Mülheim, wo er seit 25 Jahren ein Grundstück mit elf Volieren in Speldorf besitzt. Der Hobbyzüchter hält unter anderem Zwerg-Welsumer Hühner, rheinische Ringschlägertauben und einen Warzenenten-erpel namens „Bruno”. Da Bruno Herrchens Liebling ist, reicht die kurze Aufforderung: „Komm, Bruno, wackel mit dem Schwanz” – und Bruno gehorcht aufs Wort.

Ob seine Frau die gleiche Leidenschaft teilt? „Meine Frau ist nicht begeistert von dem Hobby, aber wir haben Kompromisse gefunden.” Kompromisse eingehen muss Bergenthun als Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Mülheim-Saarn nicht. Für den jährlich im Juni stattfindenden Kräh-Wettbewerb gibt es immer zahlreiche Zuschauer. Im Stundentakt werden dort Küken zum Schlüpfen gebracht. Nicht nur dort ist Bergenthun mit seinen Schau-Brütern dabei, auch in Schulen lässt er gerne seine Küken auf die Sekunde genau schlüpfen. Via: derwesten.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen